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API & Webhooks

APIs und Webhooks sind der pragmatische Weg, Certifylize in bestehende Systeme einzubetten – von ERP/DMS bis zu Portalen. Wichtig ist dabei: klare Ereignisse, saubere Signaturen und robuste Verarbeitung.

Hinweis: Dieser Beitrag dient der technischen Einordnung und stellt keine rechtliche, steuerliche oder regulatorische Beratung dar.

API: Automatisierung statt Copy-Paste

Über eine API lassen sich Prozesse standardisieren: z. B. das Erstellen von Zertifikaten, das Aktualisieren von Metadaten oder das Abrufen von Statusinformationen. Ziel ist eine Integration, die in der Praxis funktioniert – mit eindeutigen IDs, nachvollziehbaren Zuständen und klaren Fehlermeldungen.

Webhooks: Ereignisse in Echtzeit (oder nahe daran)

Webhooks sind „Callbacks“: Sobald ein Ereignis eintritt (z. B. Zertifikat finalisiert, Status geändert, Verifikation ausgelöst), kann dein System automatisch benachrichtigt werden. Damit entfällt ständiges Polling. Webhooks funktionieren besonders gut, wenn sie als Event-Stream gedacht sind: klein, eindeutig, wiederholbar.

Ereignisse: klein, eindeutig, auditierbar

Statt große Payloads zu übertragen, ist es oft besser, Ereignisse kompakt zu halten (Event-Typ, Objekt-ID, Timestamp, optional Versions-/Revision-Info). Details können dann – bei Bedarf – per API nachgeladen werden. Das reduziert Fehlerquellen und macht Integrationen stabiler.

Sicherheit: Signaturen & Vertrauen in die Quelle

Bei Webhooks ist die wichtigste Regel: Eingehende Requests nicht „blind“ vertrauen. Typisch sind Signatur-Header (HMAC) oder vergleichbare Mechanismen, mit denen dein System prüfen kann, ob ein Request wirklich von eurem Certifylize-Setup stammt. Zusätzlich helfen IP-Restriktionen (falls sinnvoll), Rate-Limits und eine saubere Secrets-Verwaltung.

Zuverlässigkeit: Retries, Idempotency & Reihenfolge

In der Realität können Webhooks doppelt ankommen oder in anderer Reihenfolge eintreffen. Deshalb sollten Empfänger idempotent sein: dieselbe Event-ID zweimal verarbeiten darf keinen Schaden verursachen. Ebenfalls wichtig: definierte Retry-Strategien, Timeouts und ein klarer Umgang mit temporären Fehlern (z. B. 5xx).

Versionierung: Änderungen planbar machen

Schnittstellen ändern sich. Darum sind Versionierung und Abwärtskompatibilität entscheidend. Best Practice: API-Versionen explizit, Event-Schemata stabil halten und größere Änderungen ankündigen, bevor sie aktiv werden. Das reduziert Integrationsrisiken im Betrieb.

Kurz zusammengefasst

  • API = Prozesse standardisieren; Webhooks = Ereignisse automatisch empfangen.
  • Events klein halten, Details bei Bedarf per API abrufen.
  • Webhooks immer verifizieren (z. B. Signatur/HMAC), Secrets sauber verwalten.
  • Empfänger idempotent bauen: doppelte Events dürfen nicht schaden.
  • Versionierung macht Änderungen planbar und reduziert Ausfälle.

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